Das Stadtteilkulturzentrum Brakula wird nicht ausreichend gefördert
Nach den Herbstferien fehlt dem Bramfelder Kulturladen Brakula das Geld, um Kurse Veranstaltungen und Projekte in beheizten Räumen stattfinden zu lassen.
Der Vorstand des größten Stadtteilkulturzentrums im Bezirk Wandsbek hat sich deshalb dazu entschlossen, die Heizung abzudrehen.
Alle Besucher und Besucherinnen sind am Dienstag den 28.10.2008 um 10:00 Uhr aufgefordert mit Mützen, Schals und Handschuhen zu ihren Kursen zu erscheinen.
In diesem Jahr fehlen dem Brakula schon 20.000 Euro für die Heizkosten.
Seit 2002 hat die Kulturbehörde die städtischen Zuwendungen nicht erhöht. Dagegen erhöhten sich jedoch die Energiekosten um 90 Prozent!
Damit er Brakula weiterhin ein vielfältiges, qualitativ hochwertiges und für jeden erschwingliches Kulturangebot anbieten kann, muss die Zuwendung erhöht werden.
„Wir sind das einzige Kulturzentrum in Bramfeld und brauchen für unsere Arbeit in diesem Stadtteil eine Erhöhung unserer städtischen Zuwendung um 18 Prozent“ erklärt Geschäftsführer Uwe Schmidt.
Der Brakula bietet jährlich ca. 150 Veranstaltungen aus den Bereichen Comedy, Folkmusik, Theater, Kinderkultur und Literatur an. Ca. 240 Kurse zu Kinderkreativität, Malen, Zeichen, Bildhauern, Sprache, Gesundheit und Lebenshilfe. Es finden Projekte in Kooperation mit Schulen statt, um auch Kinder aus bildungsfernen Schichten zu erreichen. Regelmäßig treffen sich 65 Gruppen aus dem Stadtteil in unserem Haus. 2004 erhielt der Brakula den Anerkennungspreis Stadtteilkultur des Hamburger Wochenblatts.
Das Stadtteilkulturzentrum ist Gründer und Ausrichter des Hamburger Comedypokals und des Kindertheaterfestivals. Außerdem ist der Brakula der wichtigste Knotenpunkt in der Stadtteilvernetzung. Hier laufen die Fäden für die Stadtteilkonferenz, die Kinder und Jugend AG und die Arbeitsgemeinschaft Stadtteil und Schule zusammen.
Einen Schwerpunkt der Arbeit stellt die Förderung von Kinderkultur und die Unterstützung von Familien dar.
Damit diese Arbeit weiterhin mit Fachkompetenz, Engagement und Herz in beheizten Räumen betrieben werden kann, bittet der Vorstand des Brakulas alle Bürgerinnen und Bürger für eine Aufstockung der Förderung bei einer Unterschriftensammlung zu unterschreiben.

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